POSTER

RELIEF.
by Johanna-Maria Fritz
140€


Johanna-Maria Fritz lebt zwischen Berlin und dem Nahen Osten. Ihre Arbeit konzentriert sich auf benachteiligte oder vergessene Gruppen, auf Frauen und Konfliktgebiete. Sie studierte Fotografie an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin.

Ihre Arbeiten wurden veröffentlicht in: Der Spiegel, Die Zeit, Le Monde und vielen anderen. Sie wurde mit dem Inge-Morath-Preis, dem Friedenspreis für Fotografie und dem PH-Stipendium für Fotografie ausgezeichnet.

Für FROM haben wir einige der geheimnisvoll-intimen und wunderbar-subtilen Aufnahmen aus der Serie in Raqqa (2019) ausgewählt — um ihnen ein eigenes Moment zu geben.

Jumua al-Hamu gräbt nach dem Leben in Raqqa.


Seine Geschichte wurde von dem Journalisten Philip Malzahn und der Fotografin Johanna-Maria Fritz recherchiert und erzählt — veröffentlicht in der NZZ im Juni 2020.

Ar-Raqqa ist die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements am mittleren Euphrat im Norden Syriens. Mitte 2013 wurde die Stadt von den Organisationen al-Nusra-Front und Islamischer Staat eingenommen, indem sie die Freie Syrische Armee vertrieben. Sie galt als größte Stadt unter der Kontrolle des Islamischen Staates und wurde zu dessen inoffizieller Hauptstadt und damit zur Kommandozentrale und wichtigsten Militärbasis des IS bis zu ihrer Rückeroberung am 17. Oktober 2017.

Während der Herrschaft des IS war jegliche Art von Kunst verboten. Die Scharia beherrschte sämtliche Momente des Privatlebens vieler Einwohner des selbsternannten Kalifats. So wurde Kunst, Musik und Poesie mit absurden Strafen geahndet.

Jumua al-Hamu vergrub seine künstlerischen Arbeiten im Erdreich seines Gartens. Nach dem Sieg über die Dschihadisten kehrte die Kunst aus dem Untergrund zurück. So begann er, seine Artefakte wieder ans Licht zu bringen. Obwohl Korruption, Misstrauen und die Gefahr neuer Kämpfe eine Rückkehr zur Normalität erschweren, können der Bildhauer und viele andere Kreative nun wieder frei arbeiten.


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